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Spendenübergabe bei Kolping

Trotz der weiterhin angespannten Situation beim Altpapierpreis lässt es sich die Kolpingfamilie nicht nehmen, weiterhin eine feste Spendensumme aus den Erlösen ihrer Altmaterialsammlung auszuschütten. Spendenschecks über jeweils 250,-- € ging vor einigen Tagen im Rahmen des Helferessens an die Kindertagespflege Vorstadtzwerge, den Waldkindergarten Wurzelzwerge e. V. und das Kinder- und Jugendhilfezentrum St. Josef. Peter Schönherr vom KJH St. Josef spricht für alle drei Empfänger, wenn er verspricht: „Jeder Euro kommt ohne Verwaltungsaufwand direkt den Kindern zugute“. Egal ob für Spiele, für Bastelartikel, Malstifte oder wie in St. Josef für scheinbar einfache Zusatzhilfen, die nicht von Trägern und Sozialkassen übernommen werden.

Im Bild (v. l.): Barbara Fieger (Kolping), Miriam Schmid (Wurzelzwerge), Norbert Moser (Kolping) Peter Schönherr (KJH St. Josef), Bertram Hlawatsch (Kolping) und Regina Betz (Vorstadtzwerge).


Frauentag 22.10.2018 - Weil wir es WERT sind.

Am vergangenen Samstag fanden sich 50 Teilnehmerinnen zum Kolping Frauentag im Pfarrheim „Zur Heiligsten Dreifaltigkeit" in Kriegshaber ein. Das diesjährige Thema „Weil wir es uns WERT sind“ stand in enger Verbindung zum Gedenken an 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland.

Den Einstieg zu diesem Thema gab PD Dr. Martina Steber, Historikerin am Institut für Zeitgeschichte in München. „Wir feiern in diesem Jahr das 100-jährige Bestehen des Frauenwahlrechts in Deutschland, doch es macht den Anschein, als würde dieser Errungenschaft nicht besonders viel Aufmerksamkeit gewidmet werden“ schickte Dr. Steber voraus. Rückläufige Zahlen weiblicher Abgeordneter im Bundes- und Landestag sowie eine steigende Zahl weiblicher AfD Wählerinnen in Bayern (aktuell 7%) werfen die Frage auf, was heute noch von den Kämpferinnen von damals  geblieben ist. Das Frauenwahlrecht wurde zwar von 100 Jahren eingeführt. Doch gleichzeitig blieben gerade in der Gesetzgebung Ungleichheiten bestehen. Besonders im Bürgerlichen Gesetzbuch war von Gleichberechtigung bzw. Gleichstellung bis Mitte der 1970er Jahre nicht viel zu spüren. Die Revolution, die Anfang des 20. Jahrhundert Deutschland durchfuhr, war in erster Linie eine Revolution des linken politischen Flügels. Hier waren die Stimmen schon seit dem 19. Jahrhundert für ein Wahlrecht der Frauen laut geworden. Vor diesem Hintergrund  entwarf Dr. Steber  eine Rückschau, von den Anfängen der bürgerlichen Frauenbewegungen im 18. und 19. Jahrhundert, hin zur Zeit während und nach dem ersten Weltkrieg; zum rückläufigen Trend in der NS Diktatur aufgrund eines völkisch-rassistischen Menschenbildes, das die Rolle der Frau stark einschränkte, über das Aufbegehren der jungen Generation in den 60er hin zur "bekanntesten" Frauenbewegung der 1970er Jahre. Die Zuhörerinnen erfuhren sehr anschaulich, wie das Frauenwahlrecht in den unterschiedlichen Regierungsformen einschränkt oder sogar eingestellt wurde. Dr. Steber skizzierte wichtige Wegbereiterinnen, u. a. Louise Otto-Peters und Auguste Schmid aus dem bürgerlichen Umfeld des 19. Jahrhundert, Clara Zetkin als Fürsprecherin der Arbeiterklasse, h Gertrud Scholz-Klink, die für die Ideale der Frau im NS Regime stand und letzlich zu Maria Probst, CSU Politikerin im Bundestag der 1950er Jahre und bis heute für viele Politikerinnen ein Vorbild. Erst mit  Einzug der Grünen in den Bundestag 1983, waren erstmals wieder so viele weibliche Abgeordnete wie 1919 vertreten (37). Heute sind die Zahlen wieder gesunken. „Leistung allein reicht für eine politische Karriere nicht mehr aus“ so Dr. Steber. Frauen müssen die Bereitschaft mitbringen, Tag und Nacht zur Verfügung zu stehen, zu reisen und präsent zu sein. Das schreckt viele ab.  

Im Anschluss an den Impulsvortrag  fanden fünf Workshops zum Thema „Weil ich es mir WERT bin" statt. Von der Stadt Augsburg lud Birgit Weindl als Gleichstellungsbeauftragte zu einem Workshop ein. Hier erfuhren die Teilnehmerinnen, dass bei den städtischen Angestellten weitgehend Parität im Beschäftigungsverhältnis besteht, auf Führungspositionen jedoch nach wie vor nur ein Drittel Frauen zu finden ist. Wie Frau sich besser verkaufen und mit Körpersprache und Kleidung punkten kann, vermittelte Birgit Ullmann, Architektin und Designerin und Vorstandsmitglied im Verbraucherservice Bayern. Dass „Stimme nicht gleich Stimme“ ist, wusste  Dagmar D ´Alessio von rheacting Augsburg ihren Teilnehmerinnen zu berichten und lud mit Sprechübungen und Stimmbildungsmethoden zum Selbstversuch ein. Upcycling stand im Workshop von Elisabeth Schmid von der Kommission Frauen im Mittelpunkt.  Aus ehemaligen Kaffeekapseln gestalteten die Teilnehmerinnen Armketten. Mehr Zeit für sich selbst zu haben, Aufgaben zu priorisieren und dabei gelassen bleiben, dazu inspierte Ingrid Tremmel in ihrem Workshop „Wertvolle Zeit“.

Im abschließenden Gottesdienst mit Präses Alois Zeller wurde nochmals deutlich, dass wir für Gott alle wertvoll sind, egal ob Frau oder Mann, sozusagen ein einzigartiger Schatz in seiner großen Schatztruhe.  Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahmen Agathe und Anna Mayer.

Ein besonderer Dank gilt den Frauen der Kolpingsfamilie Kriegshaber, die unkompliziert und tatkräftig vor und während des Frauentages mit angepackt haben! Text: Barbara Heinze, Fotos: Lena Hartwig, Foto oben: AdsD/Friedrich-Ebert-Stiftung

Quelle: Homepage DV Augsburg


Diskussionsabend zum Zukunftsprozess - 18.10.2018

„In unserem Verband gibt es viele Veränderungen. Sie betreffen auch unsere Kolpingsfamilien und Einrichtungen. Viele von uns sind unsicher, was die Zukunft bringen wird…. Wir fragen: Wohin führt unser Weg? ...“

 

Mit diesem Gebet starteten Mechthild Gerbig und Vera Heinze vom Diözesanvorstand den Diskussionsabend und versprachen uns einen kurzweiligen und aktiven Abend.

In sog. Schreibgesprächen tauschten sich die Teilnehmer über die Veränderungen in Gesellschaft, Kirche und in unserer Kolpingfamilie aus. Hier kamen die vielfältigsten Meinungen zusammen, über die dann ausführlich diskutiert wurde. Auch zu den Thesen „Kolping versteht sich als Teil von Kirche“, „Kolping hat ein klares Profil“ und „Kolping wird getragen von engagierten Menschen“ wurde rege diskutiert, sodass die anberaumte Zeit rasch überschritten war. Schließlich geht es ja um „unsere“ Zukunft.

Schade war, dass sich nur Wenige im Kolpinghaus eingefunden hatten, ist dies doch ein wichtiger Prozess, bei dem man selbst sehr viel beitragen kann. Unsere Niederschriften werden von den beiden Moderatorinnen mit in den Diözesanverband genommen, um dann in Köln endgültig ausgewertet und in den Zukunftsprozess eingebunden zu werden.

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