Aktuelles


Kolpinggedenktag als Familiennachmittag

Ehrungen für 70 Jahre Mitgliedschaft

 

Dass der Kolpinggedenktag mehr ist als nur ein Gedenktag an unseren seligen Adolph Kolping, wurde heuer wieder deutlich: Dieser Tag ist ein Familientag, nicht nur Gedenktag.

In seiner Predigt zum Familiengottesdienst schlug Präses Bühler eine Brücke vom Bistumspatron, dem Hl. Ulrich zum Gesellenvater Adolph Kolping. Zwei Männer, die vom Stand her nicht unterschiedlicher sein konnten: hier Ulrich als Sohn eines adligen Gaugrafen, der vor 1050 Jahren starb, dort Adolph Kolping, Sohn eines Schäfers, der vor 210 Jahren geboren wurde. Beiden war aber gemein, dass sie „die Nöte ihrer Zeit“ erkannten und  ihr Wirken danach ausrichteten. Beide „hörten mit dem Ohr des Herzens“, führte Präses Bühler weiter aus und stellte auch Adolph Kolping in das Licht des Ulrichsjubiläums 2023/2024, das unter eben diesem Motto steht. Musikalisch gestaltet wurde der Familiengottesdienst durch unseren Projektchor.

Nach dem Gottesdienst und dem gemeinsamen Mittagessen im Pfarrsaal stand der erste Teil des Familiennachmittags im Zeichen der Ehrung langjähriger Mitglieder. Nach einer Schweigeminute für die Verstorbenen des zu Ende gehenden Jahres dankte Angelika Hartwig allen Mitgliedern für ihren Einsatz das ganze Jahr hindurch. Jeder noch so vermeintlich kleine Beitrag übers Jahr ist ein wichtiger Mosaikstein zum Gesamtbild von Kolping in Schrobenhausen. In einer Zeit, in der langfristiges Engagement nicht mehr selbstverständlich ist, sei dies auch für sie immer ein besonderer Moment. Ihr 25jähriges Jubiläum konnten Rita und Gerhard Gnad sowie Anna Mayer feiern, Fritz Straub sein 40jähriges Jubiläum. Für 65 Jahre Zugehörigkeit zu Kolping wurden Sebastian Amler, Kurt Mühlbauer und Alois Wenger geehrt, und für 70 Jahre Hubert Haberer (seit 2006 Ehrenmitglied) und Karl Tyroller. Ein Jubilar fasste diese Treue einmal in die einfachen Worte: „Mei, wenn man was anfängt, kann man mittendrin nicht aufhören!“ 

Bevor es dann gemütlich zu Kaffee und Kuchen ging, kündigte Franz Mayer jun. das nächste Jubiläum an: Das Kolpinghaus an der Gerolsbacher Straße wird im kommenden Jahr 75 Jahre. Am 10 Juli 1949 wurde das Kolpinghaus trotz widrigster Nachkriegsumstände nach dreijähriger Planungs- und Bauzeit feierlich eingeweiht. Dieses Jubiläum steht unter dem Motto „Zukunft nachhaltig gestalten – miteinander füreinander“ und wird mit verschiedensten Veranstaltungen und das ganze Jahr über gefeiert. Es endet in einem Festgottesdienst Ende September 2024, bei dem ein Kolping-Chorprojekt die Kolpingmesse „Für Menschen wie Dich“ aufführt, komponiert von Pater Norbert Becker MSC nach Worten und Gedanken von Adolph Kolping. Zu allen Veranstaltungen sind alle Mitglieder, Freunde und Gönner der Kolpingfamilie herzlich eingeladen. 

Anna Mayer setzte ein letztes Highlight mit einem Weihnachtsrätsel, bei dem 16 Fragen zu lösen waren. In launiger Art und Weise kommentierte sie die Bemühungen der Ratenden („Die Lösung ist Wunschzettel, oder wie´s heute heißt WhatApp an Mutti“). Das daraus resultierende Lösungswort lautete „Lebkuchenhaus“ und der erste, der den Lösungszettel abgab, bekam ein Fläschchen ihres selbstgebrauten Likör in passend oranger Farbe.


Einstimmung in den Advent mit Präses Bühler

Mit einem Abend, der eigentlich mehr Besucher verdient gehabt hätte, stimmt Stadtpfarrer und Präses Georg Leonhard Bühler im Kolping-haus in den kommenden Advent ein. Er orientierte sich dabei an dem Adventlied „Maria durch ein Dornwald ging“, das wie er eingangs betonte, eigentlich früher ein Wallfahrtslied war und erst seit dem
20. Jahrhundert überwiegend im Advent gesungen wird.

 

Um das Thema Dornen zu veran-schaulichen brachte er Robiniendornen sowie ein zeitgenössisches Bild mit, das Maria inmitten von Dornen und Rosen zeigt. Unterbrochen von kurzen geistlichen Gedanken wurden gemeinsam alle Strophen des Liedes gesungen. So macht sich in dem Lied Maria auf den Weg zu Elisabeth und muss durch einen Dornenwald. Aber das Kind, das sie unter ihrem Herzen trägt, Jesus, veranlasst den Dornbusch Rosen zu tragen.

 

Mit guten Gesprächen und dem gemeinsam gesungenen Lied „Macht hoch die Tür“ klang der Abend aus.


Fußwallfahrt zum Erntedank wieder nach Maria Beinberg

Windig, aber sonnig – so präsentierte sich das Wetter zur 38. Fußwallfahrt der Kolpingfamilie Schrobenhausen am 3. Oktober zum Erntedank. Seit 39 Jahren ist dieser Fußmarsch schon Tradition, lediglich im Coronajahr 2020 durfte er nicht stattfinden, und heuer war auch nach drei Jahren Unterbrechung wieder die Wallfahrtskirche Maria Beinberg das Ziel. 18 Wallfahrer machten sich unter der geistlichen Führung von Stadtpfarrer und Kolpingpräses Georg Leonhard Bühler vom Witetschek-Parkplatz aus auf den ca. 7 km langen Weg über Rosensteig nach Rettenbach. Am Waldrand angekommen, warteten noch fünf weitere Teilnehmer. Präses Bühler widmete den diesjährigen Marsch dem Jubiläum des Hl. Ulrich: „Mit dem Ohr des Herzens“.

An drei Stationen unterwegs gab es Impulse zu den Eigenschaften des Hl. Ulrich „Gläubig“ (in der Familie wuchs sein Gottvertrauen), „Beheimatet“ (Ihm war die Feier des Kirchenjahres und deren religiösen Bräuche wichtig) und „Mutig“ (Er übernahm Verantwortung in Familie, Kirche und Staat). 

Nach gut zwei Stunden und ca. 6,5 km erreichten die Pilger den Beinberg, wo sie von einer ebenso großen Gruppe bereits erwartet und empfangen wurden. Zur Abschlussandacht in der neu renovierten Wallfahrtskirche betete Präses Bühler mit den Gläubigen die letzten beiden Impulse „Sozial“ (Dass die Armen und Kranken zu Essen und zu Trinken bekamen, war ihm ein persönliches Anliegen) und „Europäisch“ (Durch seine Ausbildung in St. Gallen und seine Reisen wußte er um die Menschen Europas, um Ihre unterschiedlichen Mentalitäten und Interessen). 

Mit dem Lied „Segne Du, Maria“ zur Gottesmutter Maria endete der Bittgang. Nach der ´Stärkung des Geistes´ trafen sich alle Teilnehmer anschließend im ebenfalls neu errichteten Pilgerstüberl zur ebenso wichtigen ´Stärkung des Leibes´ bei Kaffee, Kuchen und Brotzeit.


Wandergesellen auf der Durchreise machen Halt in Schrobenhausen

Vier Wandergesellen und eine Wandergesellin klopften am vergangenen Donnerstagabend kurz vor 22 Uhr im Kolpinghaus Schrobenhausen an und baten um einen Schlafplatz. Zur selben Zeit saß die Vorstandschaft der Kolpingfamilie zur Vorstandsitzung zusammen, die aber ob der unerwarteten Gäste unter großem Hallo vorzeitig beendet wurde. 

„Es kommt nicht sehr oft vor, dass Wandergesellen bei uns anklopfen“, so Angelika Hartwig vom Kolping-Leitungsteam. „Aber wenn, dann ist das Kolpinghaus die richtige Wahl!“ Der Gründer des Katholischen Gesellenvereins und der späteren Kolpingfamilie, Adolph Kolping, war schließlich gelernter Schuhmacher, bevor er studierte und zum Priester geweiht wurde. Da die Appartements im Kolpinghaus aktuell komplett belegt sind und das Kolpinghaus auch ukrainische Flüchtlinge beherbergt, wurde kurzerhand der Sitzungssaal zur Schlafstatt umfunktioniert.

Die Gruppe bestand aus einem Zimmerer, einem Kunstschmied, 2 Tischlern und einer Tischlerin. Zwei Gesellen gehören dem Freien Begegnungsschacht an, die anderen dem Schacht Axt und Kelle; zwei Gesellen sind sog. Aspiranten, quasi in der Probezeit.

Mindestens drei Jahre und einen Tag müssen sie nach alter Tradition auf der Walz unterwegs sein und dürfen in dieser Zeit einen Bannkreis von 50 km um ihren Heimatort nicht betreten. Auf Wanderschaft begeben dürfen sich nur rechtschaffene Gesellinnen und Gesellen nach bestandener Prüfung. Sie müssen unter 30 Jahre, unverschuldet, ledig und kinderlos sein.

(Stefan Mayer)


„Maria, breit den Mantel aus, mach Schirm und Schild für uns daraus“Bezirksmaiandacht in Schrobenhausen

Am 7. Mai lud die Kolpingfamilie Schrobenhausen zur diesjährigen Bezirksmaiandacht des Bezirks Altbayern/Paargau ein. Zahlreiche Kolpingbrüder- und Schwestern und Gäste folgten dieser Einladung nach St. Salvator, in dessen Schatten die im Juni 2018 eingeweihte Kolpingstele beheimatet ist. 

Stadtpfarrer und Kolpingpräses Georg Leonhard Bühler erläuterte in seiner Einleitung, warum es seit dem Hochmittelalter Bilder der Muttergottes gibt, die unter ihrem geöffneten Mantel Menschen aller Art um-fangen hält. So vergegenwärtige dieses Bild einen Brauch aus dem Mittelalter, der kaum noch bekannt ist: Nach damaliger Rechtsauffassung hatte ein Übeltäter, dem es gelang, unter dem Mantel einer hochgestellten Persönlichkeit Zuflucht zu finden, Anspruch auf Begnadigung. Man sprach damals von „Mantelflucht“. Für Waisenkinder bedeutete dieselbe Geste Adoption. Die so adoptierten Kinder waren die „Mantelkinder“.

In seiner Predigt spannte Bühler dann den Bogen von Adolph Kolping zur Gottesmutter. Schon sein Geburtstag, der 8. Dezember, ist bekanntlich eines unserer höchsten Marienfeste, nämlich Mariä Empfängnis. Aus seinem Elternhaus berichtet Adolph Kolping, dass dort „ganz selbstverständlich eine herzliche Marien-verehrung“ geherrscht habe, die ihm selbst „in Fleisch und Blut überging“. In späteren Jahren, als in dem Schuhmachergesellen der Entschluss heranreifte, noch Priester zu werden, besuchte Kolping oft die „Gnadenmutter von Köln“, die berühmte schwarze Madonna in der Kupfergasse und bat sie um Führung. Und als er schließlich am 13. April 1845 die Priesterweihe empfangen konnte, geschah dies in der Kölner Minoritenkirche, deren Patronat „Mariä Empfängnis“ ist.

Das Pastoralteam der Kolpingfamilie legte bei der musikalischen Gestaltung ihr Hauptaugenmerk auf die klassischen Marienlieder aus dem Gotteslob und verzichtete auf zusätzliche Textblätter. 

Im Anschluss lud die Kolpingfamilie ins benachbarte Kolpinghaus, wo in der Spätnachmittagssonne bei angenehmen Temperaturen eine kleine Brotzeit wartete und der Nachmittag stimmungsvoll ausklang.

Stefan Mayer


Natur Pur

Wer am vergangenen Ostermontag in den Hagenauer Forst hinaus fuhr oder ihn auch nur als Zwischenstrecke zu seinem eigentlichen Ziel benutzte, der musste sich fragen, welche Automobil Messe in diesem Jahr in Selbigem stattfand. Eine ewige Autoschlange erstreckte sich über hunderte Meter den Waldrand entlang. Was war der Grund?

Die Kolpingosterhasen waren zurück im Naturlehrpfad, um 600 bunte Ostereier, versehen mit Buchstaben, zu verstecken und vielen Kindern dadurch eine Freude zu machen. In diesem Jahr war das gesuchte Lösungswort „NATUR“. Und der Andrang war gleich zu Beginn riesig. Schon vor Öffnung der Wegstrecke fanden sich an die 200 Leute am Haupteingang des Naturlehrpfades ein und warteten voller Vorfreude auf die Freigabe zur Suche. Um 14 Uhr war es dann schließlich soweit und die ersten kleinen und großen Sammler machten sich auf in die Natur, um diese buchstäblich zu finden.

Und die Schar der Suchenden riss nach der offiziellen Eröffnung nicht ab. Immer wieder strömten viele Grüppchen hinein in den Wald. Kinder mit ihren Eltern und Großeltern, Freunden und Verwandten, die den herrlichen Frühlingstag in vollen Zügen genießen wollten. Bis an die 400 Leute zählten wir bis zum Schluss. Unsere menschlichen Osterhasen kamen mit dem Verstecken gar nicht hinterher und es wurden viele Runden durch den Wald gedreht, damit jedes Kind die Chance hatte, auch wirklich auf Eier zu stoßen. 

Die ersten kamen nach einer Weile freudestrahlend mit fünf Eiern und dem gesuchten Lösungswort zurück und durften sich als Belohnung einen Schokoosterhasen mit nach Hause nehmen. Die Menge derer reichte bei diesem Andrang jedoch nicht aus und so wurden unsere Trostpreise und die gefundenen Eier als Trophäe für die Suche mit nach Hause gegeben. Dafür gab es jedoch viel Verständnis, da am Tag zuvor der Osterhase bei den meisten Kindern schon für einen ausreichenden Schokoladenbestand gesorgt hatte.

Und das Fazit vieler Besucher: „Das Schönste an Ostern ist jedes Jahr eure Ostereiersuche“. 

 

Anna Mayer


Tragende Säulen für die Zukunft

Immer weniger Personen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, immer mehr Arbeit, die auf immer weniger Schultern verteilt werden kann, kaum neue und vor allem junge Leute, die sich einbringen wollen. Schlagwörter, die jeder Vereinsvorstand kennt und die ihn beschäftigen. Themen, die natürlich auch an der Kolpingfamilie Schrobenhausen nicht spurlos vorbeigehen. weiter...


Sigi Natzer nun Kolping-Ehrenmitglied

v.l.  Angelika Hartwig vom Leitungsteam, Sigi Natzer, Horst Knopf
v.l.  Angelika Hartwig vom Leitungsteam, Sigi Natzer, Horst Knopf

Schrobenhausen Die Kolpingfamilie Schrobenhausen hat ein neues Ehrenmitglied. Im Rahmen des Kolping-Gedenktages (siehe gesonderter Bericht) wurde Sigi Natzer ob seiner großen Verdienste für den Verein zum Ehrenmitglied ernannt. Die wichtigsten Punkte ließ Horst Knopf, ebenfalls Ehrenmitglied, in seiner Laudation kurz Revue passieren. 65 Jahre lang ist Natzer, wie Knopf erläuterte, nun Mitglied der Schrobenhausener Familie. 40 davon gehört er der Vorstandschaft an, dabei hat er unter insgesamt 16 Vorsitzenden mitgewirkt. „Nicht alle davon waren nett“, wie Natzer süffisant und in seinem ihm eigenen Humor hinzufügte, es hat ihn nicht daran gehindert, sich in der Vorstandschaft für die gute Sache zu engagieren.  Kaum eine Aktion, kaum eine Tätigkeit, bei der Sigi nicht dabei ist, so Horst Knopf. „Und er hat einen großen Vorteil:  Als Rentner hat er halt auch dann Zeit, wenn andere arbeiten und es gilt, zum Beispiel Handwerker einzuweisen oder mal nach dem Rechten zu schauen.“

Wie sehr Sigi Natzer die Ehrung verdient hat, zeigte die Reaktion der Besucher. Stehend und mit langanhaltendem Applaus wurde ihm für sein Engagement gedankt. Für seine besonderen Verdienste um die Kolpingfamilie Schrobenhausen wurde Sigi Natzer zum Ehrenmitglied ernannt

 

Die restlichen Geehrten:

 

10 Jahre:

Angela. Obermair, Oliver Funke, Marlene Joppich, Paulina Wölfl, Hans Regler, Martina u. Anna Pfeifer

 

40 Jahre:

Georg Hipper, Ludwig Lämmle

 

60 Jahre:

Josef Hundseder, Alois Hlawatsch sen.

 

65 Jahre:

Sigi Natzer

 

70 Jahre:

Josef Baierl 


Kolping auf dem Weg

- Kolpingfamilie Schrobenhausen gedenkt ihres Gründers –

 

Schrobenhausen   Unter dem Motto „Auf dem Weg“, das sich wie ein roter Faden durch den vergangenen Sonntag zog, feierte die Kolpingfamilie Schrobenhausen den Kolpinggedenktag und gedachte damit ihrem Gründer Adolph Kolping, der am 4. Dezember vor 157 Jahren verstarb.

 

Auftakt und zugleich erster Höhepunkt des Tages war der feierliche Festgottesdienst, zelebriert von Stadtpfarrer und Präses Georg Leonhard Bühler und musikalischer Umrahmung der Gruppe „Friends“.

 

In seiner Predigt nahm er Bezug auf das Motto. Adolph Kolping machte sich auf den Weg, zunächst als Sohn eines Schäfers, dann als Schuhmacher. Erst später, nach dem Besuch des Gymnasiums, hatte er die Möglichkeit, Priester zu werden. Es lassen sich hier wunderbare Parallelen zum Advent ziehen, so Bühler in seiner Ansprache weiter. Wenn auch Advent Ankunft bedeutet, so ist doch ein Ankommen erst möglich, wenn man sich auf den Weg gemacht hat. Und nur selten, so Bühler abschließend, führe ein Weg gerade ins Ziel. Oftmals sind Umwege nicht zu vermeiden, zum Teil müsse man sogar umkehren um den richtigen Weg zu finden. Dies decke sich mit dem Lebensweg von Kolping.

 

Auf den Weg machte sich die Kolpingfamilie dann ganz reell, nämlich in den Pfarrsaal, in dem der weltliche Teil des Gedenktages stattfand. Das Organisationsteam um Daniela Dörfler und Anna Mayer hatte sich Gedanken gemacht und der Veranstaltung einen neuen Anstrich verpasst. Nach dem gemeinsamen Mittagessen und einem Ehrungsblock (siehe gesonderter Bericht) folgte eine Tanzeinlage einer Kindergruppe, liebevoll die „Tanzmäuse“ genannt, die im Kolpinghaus regelmäßig fleißig trainieren, sowie der Besuch des Nikolaus, der einiges aus der Kolpingfamilie zu berichten wusste. Mit Kaffee und Kuchen klang der unterhaltsame Nachmittag aus.

Die „Tanzmäuse“ unterhielt die Gäste mit extra einstudierten Tänzen.

Gut gefüllt waren die Reihen beim diesjährigen Kolpinggedenktag, dem Daniela Dörfler und Anna Mayer einen neuen Anstrich verpassten.


Tragende Säulen für die Zukunft

Immer weniger Personen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, immer mehr Arbeit, die auf immer weniger Schultern verteilt werden kann, kaum neue und vor allem junge Leute, die sich einbringen wollen. Schlagwörter, die jeder Vereinsvorstand kennt und die ihn beschäftigen. Themen, die natürlich auch an der Kolpingfamilie Schrobenhausen nicht spurlos vorbeigehen.

 

Allerdings sind diese kein Grund für das Leitungsteam um Angelika Hartwig, den Kopf in den Sand zu stecken, oder die Situation quasi Gott ergeben hinzunehmen. So ist man innerhalb der Organisation seit nunmehr einem Jahr im Gespräch mit der Leitungsebene und weiteren Interessierten. Allerdings weniger um die Situation zu analysieren, sondern vielmehr um Wege aus dem Tal zu finden und die Schrobenhausener Organisation noch interessanter, insbesondere für neue Personenkreise und Mitglieder zu machen.

 

Begonnen wurde dieser Weg vor mittlerweile einem Jahr mit einer Klausurtagung in Regensburg, bezeichnenderweise im dortigen Kolpinghaus, mehreren auf das ganze Jahr verteilten Leitungstreffen, sowie jetzt mit einem Abschlussworkshop in Schrobenhausen.

 

Unter der Moderation von Thomas Ermisch, Mitglied im Diözesanvorstand Augsburg, wurden dabei drei wesentliche Säulen herausgearbeitet, die in die Zukunft tragen sollen.

 

Erstes wichtiges Thema dabei ist „Eine Welt“. Dabei ist, wie Angelika Hartwig erläutert, nicht nur Nachhaltigkeit, Umwelt und Zusammenleben gemeint, sondern man will hier explizit gesellschaftlich relevante Themen aufgreifen. Egal, ob sich die Besucher im Rahmen einer fairen Brotzeit mit Lebensmitteln aus der Region und aktuellen Themen auseinandersetzen, oder sich eine neue Organisation aus dem Schrobenhausener Land vorstellt. Hier ist vieles denkbar. Konkret ist auch angedacht, sich verstärkt dem Personenkreis um die Fünfzig zu widmen. Bei vielen um die Fünfzig steht ein Wechsel in der familiären Situation bevor. Die Kinder sind aus dem Haus, bis zur Rente sind noch einige Jahre hin. Plötzlich ist wieder Raum und Zeit für Themen, auf denen bisher nicht der Fokus lag. Barbara Fieger hatte auch gleich einen handfesten Vorschlag parat. Warum nicht mal einen Tanzabend veranstalten, vielleicht einen komplett neuen Tanz einzuüben. Über diese Schiene sich wieder näherkommen.

 

Weiterhin breiten Raum, für eine Kolpingfamilie natürlich selbstverständlich, soll der Themenkomplex religiöser Angebote darstellen. Die bereits bestehenden sechs Angebote im Jahreskreis sollen eventuell neu strukturiert und modernisiert, im Wesentlichen aber beibehalten werden. Große Hoffnung setzt man dabei auf die Wiedereröffnung von Maria Beinberg. Sobald es wieder möglich ist, wird die traditionelle Wallfahrt am 3. Oktober wieder dorthin führen.

 

All das kann und wird nur funktionieren, wenn wir unsere Angebote mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit bewerben, so die Teilnehmer des Abschlussworkshops. Es reicht dazu eben nicht, nur eine Nachberichterstattung zu erstellen, sondern es muss bereits im Vorfeld für die jeweiligen Veranstaltungen geworben werden. So wird es zukünftig ein Jahresprogramm geben, in dem sämtliche Angebote aufgeführt sind. Über Art und Weise der Verteilung wird man noch beraten.


Faire Brotzeit – rundum gut

Schrobenhausen „fair“zehrt regional  

Samstag, 10. September 2022, 17:00 Uhr: die Tische sind gedeckt, das Buffet bestückt, Getränke stehen bereit: die Gäste können kommen! weiter...


800,-- Euro aus Altpapier - Spendenübergabe bei Kolping

Dass mit Altpapier trotz wirtschaftlich angespannter Zeiten Gutes getan werden kann, beweist die Kolpingfamilie seit vielen Jahren. So konnten die Verantwortlichen von Kolping auch in diesem Jahr wieder eine Finanzspritze über 800,-- EUR überreichen, dieses Mal an das Kinder- und Jugendhilfezentrum St. Josef in Schrobenhausen. Die Summe stammt aus den Erlösen der diesjährigen Straßensammlungen und des Altpapiercontainers, der bereits seit Juli 2008 zur festen Einrichtung am Kolpinghaus gehört und jeden ersten Samstag im Monat geöffnet ist.

„Wir wollen das Geld entweder in die Erweiterung unseres Rundparcours im Außenbereich oder in die weitere Ausstattung eines Snoezelen-Raums investieren“, erklärte Claudia Liebscher, Diplom-Psychologin und Bereichsleiterin Stationäre Wohngruppen. Unter Snoezelen versteht man eine Entspannungsform in einem gemütlichen, angenehm warmen Raum, in dem bequem liegend oder sitzend Lichteffekte betrachtet werden. Untermalt von leisen Klängen und Melodien dient es der Verbesserung der sensitiven Wahrnehmung.

„Wir wissen, dass hier das Geld gut und sinnvoll angelegt ist“, so Angelika Hartwig. „Das macht es uns auch leicht zu helfen. Das Ganze geht natürlich nicht ohne die Unterstützung der Schrobenhausener Bevölkerung, die uns Jahr für Jahr mit ihrem Altpapier auch ihr Vertrauen schenkt.“ Sicher sei aber: Solange die Kolpingfamilie diese Unterstützung erfährt, schraubt sie ihr ebenfalls ehrenamtliches Engagement nicht zurück.

800 EUR für den guten Zweck überreichte Angelika Hartwig (li.) an Claudia Liebscher und Emily (mi. und re.) vom Kinder- und Jugendhilfezentrum St. Josef
800 EUR für den guten Zweck überreichte Angelika Hartwig (li.) an Claudia Liebscher und Emily (mi. und re.) vom Kinder- und Jugendhilfezentrum St. Josef

Kolping-Fußwallfahrt führte nach Edelshausen

Seit gut 40 Jahren geht die Kolpingfamilie zur Erntedankzeit auf Fußwallfahrt im Schrobenhausener Raum. In diesem Jahr war das Ziel, wie auch im letzten Jahr, St. Mauritius in Edelshausen. Auch wenn der Fußmarsch „…bei jedem Wetter“ stattfindet, hatte der Wettergott ein Einsehen und bescherte den 16 Pilgern trockenes herbstliches Wetter. Geistliche Begleitung kam von Stadtpfarrer und Kolpingpräses Georg Leonhard Bühler, der mit seinen Impulsen diesen Erntedankgang zum Friedensmarsch umwandelte. Dass Frieden und Erntedank aber gar nicht so weit auseinanderliegen, wird deutlich, wenn man sich vergegenwärtigt, dass die Ukraine als „Kornkammer Europas“ gilt, welche Getreide in die ganze Welt exportiert. „Schwerter zu Pflugscharen“ ist nicht erst seit den Friedensdemonstrationen Anfang der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts ein Schlagwort, sondern hat seinen Ursprung bereits im Alten Testament beim Propheten Micha.

Vom Parkplatz des Kreiskrankenhausen führte der Weg über den Kalvarienberg zur Kapelle in der Högenau und von dort nach Edelshausen. Mit insgesamt 25 Gläubigen feierte Bühler in St. Mauritius dann die Abschlussandacht, die er mit dem ´Gebet für Europa´ aus 2005 von Kardinal Martini, dem verstorbenen Erzbischof von Mailand, beendete. Im Anschluss trafen sich alle Pilger zu Kaffee und Kuchen im Pfarrsaal in Edelshausen. Eine Teilnehmerin resümierte, sie sei fasziniert, wie viele solcher „alten Texte“ immer noch bzw. immer wieder aktuell seien.

 


Faire Brotzeit – rundum gut

Schrobenhausen „fair“zehrt regional  

Samstag, 10. September 2022, 17:00 Uhr: die Tische sind gedeckt, das Buffet bestückt, Getränke stehen bereit: die Gäste können kommen!Die Kolpingfamilie Schrobenhausen hat zur Fairen Brotzeit geladen und zahlreiche Gäste sind dieser Einladung gefolgt. Angelika Hartwig wies in ihrer Begrüßung darauf hin, dass es im Kolpinghaus durchaus bereits üblich ist, auf faire Produkte zu setzen; saisonal, regional und bio sind die weiteren Kriterien, auf die bei eigenen Veranstaltungen geachtet wird.

Besonders begrüßt werden konnte Frau Verena Weingut vom Unverpackt Laden Tante Emma in Schrobenhausen. Hier werden unverpackte Lebensmittel, plastikfreie Artikel des täglichen Bedarfs, Reinigungsmittel zum Abfüllen und Kosmetikprodukte ohne Mikroplastik angeboten. Frau Weingut erläuterte kurzweilig ihre Motivation zur Gründung des Ladens und dessen durchaus wichtige Gedanken zu Umwelt und Nachhaltigkeit. „Kommt vorbei und schaut Euch im Laden um“, lud Frau Weingut die Anwesenden ganz herzlich ein. „Gläser und Flaschen, Säckchen und Beutel haben wir im Laden, sollten Sie spontan reinschauen und eigene Behältnisse daheim vergessen haben.“

Angelika Hartwig und Verena Weingut waren sich einig, dass wir als Konsument*innen Politik mit dem Einkaufswagen machen: je mehr wir auf saisonal, regional, bio und fair achten und je weniger wir dabei in Plastik verpacktes kaufen, umso mehr werden sich auch Supermärkte auf unser Konsumverhalten ein- bzw. umstellen. Und umso größer ist unser Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung.

Parallel zur Brotzeit fand noch eine kleine Kleidertauschbörse statt: aus den mitgebrachten Sachen der Gäste konnte sich jede*r bedienen. Was am Schluss übrig war, ging als Kleiderspende an aktion Hoffnung, die soziale Projekte auf der ganzen Welt unterstützt.

Resümee eines Teilnehmers: „Schee war´s, guad war´s, wichtig war´s.“


Gelebte Strukturen überdenken


Projekte aktuell