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Kolpingfamilie begrüßt ihren neuen Präses

Als Stadtpfarrer Josef Beyrer im September 2018 Schrobenhausen in Richtung Pfaffenhausen verließ, hinterließ er auch eine Lücke in der Kolpingfamilie, deren Präses er über 20 Jahre lang war. Die Kolpinger suchten das Gespräch mit dem neuen Pfarrherrn Georg Leonhard Bühler und waren überglücklich, als dieser sich Anfang des Jahres bereiterklärte, auch hier die Nachfolge von Präses Beyrer anzutreten. Zum Kolpinggedenktag wurde Präses Georg Leonhard Bühler nun auch offiziell in sein Amt eingeführt. Robert Hitzelberger, Vorsitzender des Kolping-Diözesanverbands Augsburg übernahm die offizielle Amtseinführung des neuen Präses, überreichte die Ernennungsurkunde und übermittelte die besten Grüße des gesamten Diözesanverbands und des ebenfalls neu gewählten Diözesanpräses Walter Kretschmer.

 

Michael Popfinger, Diakon und ehemaliger Bezirkspräses des Kolping-Bezirks Altbayern Paargau wünschte in seiner Predigt dem neuen Präses alles Gute und eine konstruktive und fruchtbare Arbeit in und mit der Kolpingfamilie; aber so wie er die Schrobenhausener kenne, stehe nicht befürchten, dass Bühler seine Zusage mit einem „sauber nei´glangt“ bereue. Eine Kolpingfamilie verglich er mit einer Busreisegruppe, in der eine klare Aufgabenverteilung geregelt ist. Der Präses sei in diesem Bild nicht der Busfahrer, der die Gruppe über mal mehr, mal weniger gut befestigte Straßen lenkt, auch nicht der Reiseleiter, der „in der Regel vorne rechts sitzt und sagt, wo´s langgeht“. Der Präses ist vielmehr da, wo er hingehöre, nämlich mitten unter den Leuten. Mit offenen Ohr für die Sorgen und Nöte, mit einem aufmunternden und auch tröstenden Wort und auch mit tatkräftiger Hand. Gleichzeitig nahm Popfinger aber auch alle Kolpinggeschwister in die Pflicht, aktiv mitzuwirken, dass da, wo Kolping draufsteht, auch wieder Kolping drin ist. Dies sei umso wichtiger, als es den Kolpingfamilien landauf, landab wie vielen anderen Vereinen und Verbänden ergehe, sie mit rückläufigen Mitgliederzahlen zu kämpfen haben und oft eine steigende Altersstruktur aufwiesen. Kolping habe aber aus seinen Wurzeln heraus gerade für junge Menschen viel zu bieten.  

 

Neupräses Georg Leonhard Bühler bedankte sich für die herzliche Aufnahme in der Kolpingfamilie und das Vertrauen in seine Person. Dass er nicht „nei´glangt“ hat, habe er in den vergangenen Wochen und Monaten bereits in vielen Gesprächen und Treffen feststellen können und besiegelte mit einem festen „Kolping treu“ sein neues Amt.


Adventsstimmung im Kolpinghaus

„Wir schenken dem Kind unsere leeren Hände“ Mit diesem Wort stimmte Präses Georg Leonhard Bühler die knapp 40 Besucher im vorweihnachtlich geschmückten Saal des Kolpinghauses auf die kommende Adventszeit ein. In kurzen Testimpulsen, die sich mit oft wenig bekannten Liedern aus dem neuen Gotteslob abwechselten, erinnerte Präses Bühler daran, dass wir stets auf Neue den Mut haben sollten, eben mit leeren Händen vor die Krippe zu treten, damit das göttliche Kind in der Krippe unsere Hände neu fülle. Nicht mit irdischen Gaben, sondern mit den Gaben der Nächstenliebe, des Mutes und des Vertrauens, des Mitgefühls und der Hilfsbereitschaft. „Kind in der Krippe, fülle du unsere leeren Hände, damit wir Frieden finden und unsere tiefe Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit gestillt wird.“

Anschließend nahm sich Präses Bühler noch viel Zeit, sich seinen neuen Kolpinggeschwistern vorzustellen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.


„Du, folge mir nach“ (Mt. 9,9) Seligsprechungsgottesdienst mit „Jubilate Deo“

Danke an (v.l.n.r.) Alex, Hubert, Michaela, Armin, Raffaela, Anne, Irmi, Mirko und Babsi für dieses tolle Event.

 

Danke auch dafür, dass Ihr trotz anderslautender Ankündigung den Kaffeeautomaten im Kolpinghaus nicht mitgenommen habt J: Butterbrezen stehen für Euch jederzeit bereit


„Du, folge mir nach“ - so lautet der Primizspruch Adolph Kolpings zu seiner Priesterweihe im Jahre 1845. 174 Jahre später stellt das Pastoralteam um Agathe Mayer und Christine Hlawatsch den Seligsprechungsgottesdienst ebenfalls unter dieses Motto. Kaplan Isaac Shityo stellte in seiner Predigt dar, wie Adolph Kolping dieses Wort verinnerlichte und es in die Tat umsetzte; rund 2.350 Kolpingfamilien in Deutschland folgen seither Kolpings Ruf.

Als musikalisches Schmankerl konnte dazu erneut die Band „Jubilate Deo“ aus Hohenpeißenberg gewonnen werden. Erneut, weil „Jubilate Deo“ bereits 2018 anlässlich unseres Jugendgottesdiensts in St. Jakob gastierte. Seit 1990 existiert die Band, entstanden damals aus einer Firmgruppe. Die Besetzung hat sich seither mehrfach geändert, aber der Geist ist immer noch der Gleiche: Frisch interpretierte, moderne geistliche Musik für jeden Anlass.

„Wir versuchen immer, den besonderen Charakter der jeweiligen Veranstaltung hervorzuheben“, ist auf ihrer Homepage zu lesen, was hier und heuer wieder vortrefflich gelang: Eigens für diesen Gottesdienst studierte die Band „Wir sind Kolping“ ein; als Vorlage gab es nur ein Textblatt sowie die Jo-Jaspers-Musikdatei aus dem Internet. Ihre Interpretation mit E-Bass und E-Gitarre anstelle eines Klaviers sorgte für so manche Gänsehaut, unabhängig von den herbstlich-frischen Temperaturen im Gotteshaus.

Wer gedacht hatte, dass mit dem Schlusslied auch Schluss ist, hatte sich getäuscht. Denn dann gab es eine Zugabe a la Jubilate Deo: Mit „Everyday“ (Joel Houston), „Lay your worries down“ (Milow & Matt Simons und laut Schlagzeuger Alex Schafferhans ´eine Weltpremiere´), „Hymn“ (Barclay James Harvest) und „Ain´t no mountain“ (aus „Sister Act“) ließen die Musiker ihrer Spiellaune nochmals freien Lauf, sehr zur Freude der verbliebenen Messbesucher.

An dieser Stelle einen Dank an die Pfarrei, dass sie an diesem Tag die Beichtgelegenheit und den Rosenkranz zugunsten der Musik entfallen ließen.

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