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Kolping-Gäste aus Südafrika besuchen Schrobenhausen

Kolpinghaus, Kolping-Stele und Bauer Ziel von südafrikanischer Kolpingspitze

 

Father Kizito Gugah und Judith Turner vom Vorstand des Kolpingwerkes in Südafrika waren am 17. Juli 2019 zu einem Kurzbesuch in Schrobenhausen. Gugah, katholischer Priester des Erzbistums Kapstadt und Kolping-Nationalpräses, und die Nationalkoordinatorin Turner wurden von Franz Mayer von der Kolpingsfamilie Schrobenhausen durch das Kolpinghaus, zur Kolping-Stele und durch das Werk Aresing der Firma Bauer Maschinen GmbH geführt.

 

Kolping in der Diözese Augsburg unterstützt über die Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger Projekte des katholischen Sozialverbandes am Kap. Bei über 50 Prozent Jugendarbeitslosigkeit in Südafrika versucht Kolping mit der Unterstützung der Stiftung jungen Menschen durch das sogenannte Work Opportunity Programm (WOP) eine neue Hoffnung durch Ausbildung zu geben. Ein weiteres Projekt hilft Teenie-Müttern bei der Bewältigung des Alltags. Mayer gehörte bis 2018 dem Vorstand des Kolpingwerkes in der Diözese Augsburg an und war für die Partnerschaftsarbeit mit Ungarn, Indien und Südafrika zuständig. Gugah und Turner freuten sich daher sehr, Franz Mayer wiederzutreffen. Bei der Besichtigung des Kolpinghauses an der Gerolsbacher Straße erzählte Mayer über die Arbeit der örtlichen Kolpingsfamilie. Beeindruckt waren die beiden afrikanischen Gäste auch von der Stele mit den Bronzeplatten zum Leben des seligen Adolph Kolping (1813-1865) vom Schrobenhausener Künstler Karl-Heinz Torge bei der Salvatorkirche. Abschließend führte Franz Mayer die beiden Gäste durch das Bauer-Werk in Aresing. „Einfach toll, die Geschichte und den Erfolg dieser deutschen Firma zu hören“, sagt Father Kizito nach der Besichtigung. 

Nationalkoordinatorin Judith Turner (Mitte) und Nationalpräses Father Kizito Gugah (2.v.l.) aus Südafrika wurden von Franz Mayer (rechts) durch Schrobenhausen geführt. Begleitet wurden die südafrikanischen Gäste von Tamara Kieser vom Kolping-Diözesanvorstand Bamberg (2.v.r.) und von Karl Schneider vom diözesanen Arbeitskreis Eine Welt (links). 


Bezirksmaiandacht 2019

Heute waren wir Gastgeber für die Bezirksmaiandacht des Bezirks Altbayern/Paargau. Sechs Bannerabordnungen, rund 80 Kolpingbrüder- und schwestern aus dem ganzen Bezirk sowie viele weitere Gläubige feierten mit Präses Georg Leonhard Bühler und Bezirkspräses Michael Popfinger zu Ehren der Mutter Maria. In einer mitreißenden Predigt spann Popfinger den Bogen vom "Maria wird´s scho richten" zum aktuellen Geschehen in Europa samt der bevorstehenden Europawahl, den Veränderungen in Kirche, Staat und den eigenen Kolpingfamilien hin zu jedem Einzelnen, der selber in seinem Umfeld für ein friedliches und nachhaltiges Zusammenleben Verantwortung trägt. Die Gottesmutter unterstützt uns in unserem Einsatz.

Franz Mayer jun. erklärte anschließend den Anwesenden das Kolpingdenkmal im Schatten von St. Salvator, ehe es zum Kolpinghaus zu Kaffee und Kuchen ging.


„Europa, wo ist Deine Kraft?“

Diese Frage richtet Papst Franziskus an uns. Können wir sie beantworten?

 

Nach dem Gesprächsabend am 17. Mai in Schrobenhausen sicherlich leichter als vorher. Denn grundsätzlich ist uns gar nicht mehr bewusst, wie sehr wir Europa bereits in unser Leben integriert haben. Nur allzu selbstverständlich nehmen wir die Annehmlichkeiten an: grenzenlos reisen, kein Wechselkurs, Auslandssemester und dergleichen mehr. Allen voran steht aber, dass wir seit über 70 Jahren in Frieden leben können. Insofern ist Europa das größte Friedensprojekt der jüngeren Geschichte. Und diesen gilt es zu bewahren. Und dazu muß sich jede/r Einzelne selbst hinterfragen „Was tun wir, um diesen Frieden zu bewahren?“

 

Wie ist die EU aufgebaut? Welche Institutionen arbeiten für Europa? Nach grundlegenden Informationen durch die Referenten Johanna Pongratz und Karl Schneider vom Diözesanverband durften die 12 Teilnehmer aktiv werden. Es galt Schätzungen abzugeben (z. B. die Anzahl der EU-Parlamentarier aufgeteilt auf wie viele Fraktionen), Fragen zu beantworten und Diskussionen zu führen. Besonders lebhaft wurde über die Offenheit Europas diskutiert. Aktuell wird ständig von Krise gesprochen. Dabei bedeutet Krise ursprünglich „Meinung, Beurteilung, Entscheidung“, also nichts Negatives. In diesem Zusammenhang werden die positiven Auswirkungen, die ein vereintes Europa mit sich gebracht bzw. immer noch mit sich bringt, vergessen. Denn genau darin liegt die Kraft Europas, von der Papst Franziskus spricht – in der Gemeinschaft.

  

Die an diesem Abend neu gewonnen Informationen und Einblicke über die Europäischen Institutionen sowie der Blick auf den Wahlzettel veranlassen uns noch mehr, die Wichtigkeit und Bedeutung der Europawahl nach außen zu tragen und durch unsere Stimme Europa zu (neuer) Kraft zu verhelfen.


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