Kolping - eine Weltfamilie, lebendig und stark



Altmaterialsammlung, die 108.te

Blauer Himmel und Frühlingstemperaturen um die 15°C – ideale Rahmenbedingungen für die 108. Auflage unserer Altmaterialsammlung. Mit elf Fahrzeuge waren wir im gesamten Stadtgebiet unterwegs. Parallel dazu war der Papiercontainer am Kolpinghaus ebenfalls gut frequentiert („Da muss ich nichts zusammenbinden und bündeln“ (Zitat eines Spenders) ).


Ostereiersuchen mit der kolpingjugend

Auch dieses Jahr war das von der Kolpingjugend organisierte Ostereiersuche ein voller Erfolg.

An die 400 Kinder, Eltern und Großeltern waren am Ostermontag im Naturlehrpfad im Hagenauer Forst am Start.

Der Kleinkinderbereich hat sich wieder bewährt und am Waldcafé kehrten bei strahlendem Sonnenschein und wohligen Frühlingstemperaturen auch Radlfahrer und Wanderer ein, die unabhängig vom Ostereiertrubel ihre Runden drehten. Hier ein paar Impressionen:


Warum haben Bäcker häufiger Arthrose als Metzger

5 Millionen Menschen sind in Deutschland von Arthrose betroffen. Im voll besetzten Kolpinghaus referierte Dr. Max Dienel, Facharzt für Innere Medizin, Geriatrie und Ernährungswissenschaftler zum Thema „Arthrose und Rückenschmerzen lindern durch Umstellung der Ernährung“. Bei Arthrose bilden sich die Knorpel zwischen den Gelenken zurück, bis die Knochen direkt aufeinander reiben, was zu Knochenverformungen und Gelenksentzündungen führen und sehr schmerzhaft sein kann. Die Schulmedizin sieht darin eine normale Altersbelastung und für die Degeneration keine Heilung. Lindern könne man durch Schonung, Schmerzmittel, Wärme oder auch Kälte, Krankengymnastik, Entspannung oder auch durch neue künstliche Gelenke.

Dr. Dienel erklärte die Arthrose, die übrigens zu 99 % auch für Rückenschmerzen verantwortlich ist, als rein ernährungsbedingte Krankheit, die nach 20-30 Jahren Fehlernährung erste Symptome zeigt. Sie ist zudem eine Folge von Übersäuerung im Körper. Er rät dazu, präventiv weitgehend industriell aufbereitete Kost zu vermeiden wie Zucker, Süßwaren und Softdrinks, Produkte aus Auszugsmehlen und alle raffinierten Fette, vor allem Margarine, Fritteuse-Fett und alle nicht kaltgepressten Öle. Vollwerternährung oder auch das Low-Carb-Konzept sei hilfreich, Arthrose-Schmerzen zu lindern oder bei leichter Arthrose gar beschwerdefrei zu werden. Die Prämisse lautet: Nahrung so natürlich wie möglich belassen und essen. 1/3 Frischkost, wozu auch Räucherlachs oder luftgetrockneter Speck gehöre, ist eine gesunde Basis. Empfehlenswert sind also naturbelassene Fette wie Butter, Schmalz, Speck, Nüsse und kalt gepresste Öle, Faserfleisch sowie viel frisches Obst und Gemüse, und ruhig auch mal die Wurzeln, die Blätter und Stängel davon probieren. Des Weiteren rät Dr. Dienel zu wenig Brot (und wenn, dann Vollkorn), Kartoffeln und dergleichen.

Arthrose bedingte Operationen könnten durch konsequente Nahrungsumstellung teilweise hinausgeschoben oder vermieden werden. Nach seinen Erfahrungen zeigten Patienten bereits nach wenigen Tagen gezielter Ernährung eine Besserung des gesundheitlichen Gesundheitszustands. Der Fachmann gibt noch mit auf den Weg, dass zwar Ernährung einen großen Teil ausmache, um Veränderung zu erreichen; regelmäßige, tägliche Bewegung, Sonnenlicht, psychische Gelassenheit und Gottvertrauen seien ebenfalls wichtig, um gesund zu bleiben oder Linderung zu erreichen.

Am Ende der Veranstaltung war der Arzt umringt von interessierten Menschen, denen er noch lange ihre ganz persönlichen Fragen beantwortete. Und warum haben nun Bäcker eher Arthrose als Metzger? Weil Bäcker mehr mit Getreide, Auszugsmehlen sowie Zucker arbeiten, Metzger hauptsächlich mit Fleisch und Fetten.

Brigitte Behrendt


Bezirksoasentag in Schrobenhausen - „Das ist es mir wert“

„Was ist mir etwas wert?“ Diese Frage stand im Mittelpunkt des diesjährigen Oasentags im Bezirk Altbayern/Paargau, der in Schrobenhausen stattfand. Dazu konnten Angelika Hartwig, Bezirksvorsitzende und Leitungsteammitglied der KF Schrobenhausen, sowie Angelika Hollwich und Helene Stegmair der Kommission Oasentage des DV Augsburg 27 Teilnehmer im Kolpinghaus begrüßen.

´Werte´ gibt es laut offizieller Darstellung an die 1.200 Stück, doch welche davon sind mir wichtig, am wichtigsten? Bei einer ersten Gruppenarbeit kamen Begriffe wie Frieden, Gerechtigkeit, Dankbarkeit, Zuneigung, Respekt, Gesundheit, Treue, Nächstenliebe, Verzeihung u.v.m. aufs Tapet. Im Verlauf des Tages war dann jeder Teilnehmer aufgerufen, zwei Werte auszuwählen und für sich zu prüfen, in welchen Lebensbereichen diese Werte für ihn wichtig sind, bei welchen Entscheidungen sie ihn beeinflusst haben bzw. an welchen Werten schon gezweifelt wurde.

Wie sich Werte wandeln können, erfuhr auch Adolph Kolping hautnah. Mit der Industrialisierung in Deutschland verloren traditionelles Handwerk und die Zugehörigkeit zu seiner Zunft an Wert; Wirtschaft, Wachstum, Kapital waren die neuen Werte, die zählten. Anhand eines musikalischen Ausschnitts aus dem Musical „Kolpings Traum“ wurde dies deutlich: „Geld regiert die Welt“. Mit der Digitalisierung geht heute ein ähnlicher Wertewandel einher. Daher ist es wichtig, sich die eigenen Werte bewusst zu machen, sie zu vertreten, aber auch offen in den Austausch mit Anderen zu treten: Denn meine Werte sind nicht automatisch dieselben Werte des Anderen.

Für jeden Teilnehmer gab es dann noch einen Wanderstab, durch den ein Loch gebohrt ist. Durch dieses Loch wurden bunte Wollfäden gezogen, die die Vielfalt der Werte symbolisieren soll, die uns auf unserem Lebensweg begleiten. Der Wanderstab sinnbildlich die Stütze auf dem Weg. Zusätzlich sollte jeder Teilnehmer noch sein persönliches Kolpingzitat auswählen, aufschreiben und an seinem Stab befestigen.

Da Diözesanpräses Alois Zeller leider verhindert war, feierte Schrobenhausens Kolpingpräses und Stadtpfarrer Josef Beyrer mit den Teilnehmern die Heilige Messe im Saal des Kolpinghauses. Musikalisch wurde diese umrahmt von Agathe Mayer (Gitarre) und Angelika Hollwich (Klarinette). Anschließend ließen die Teilnehmer den Oasentag beim gemeinsamen Mittagessen ausklingen.