Kolping - eine Weltfamilie, lebendig und stark



Time to say Good-bye

Da er zum 1. September eine neue Stelle als Pfarrhirte annimmt, hieß es für uns am 1. Juli Abschied nehmen von unserem Präses, Stadtpfarrer Josef Beyrer. 23 Jahre lang begleitete er unsere Kolpingfamilie mit geistlichem Wort, Rat und Tat in Vorstandsitzungen und außerhalb - so übernahm er z.B. einen Samstag den Dienst am Altpapiercontainer. Er nickte aber nicht nur ab, er äußerte auch seine Kritik, wenn er Entwicklungen in unserer KF nicht guthieß. Aber nie aggressiv und fordernd, sondern mit Bedacht und konstruktiv. Viele von uns hatten ein freundschaftiches Verhältnis zu ihm, war er doch schon zuvor drei Jahre als Kaplan und Vizepräses in Schrobenhausen. Da war das "Du, Josef" selbstverständlich.

Lieber Noch-Präses Beyrer, wir möchten uns an dieser Stelle herzlich bei Ihnen für Ihre Zeit und Ihre Begleitung bedanken. Wir bedauern zutiefst Ihren Weggang und wünschen Ihnen an Ihrer neuen Wirkungsstätte alles Gute, Gottes Segen und alle Kraft für all die neuen Aufgaben.


Eine Wendeltreppe des Lebens – Segnung unseres Denkmals für Adolph Kolping

Was lange währt, wird endlich gut: Zwei Jahre hat es gedauert, dann war es geschafft: Mit einem feierlichen Gottesdienst konnten wir nach zwei Jahren der Planung endlich unser Kolpingdenkmal errichten und segnen: Eine schlanke, 2m hohe Stele mit sechs Bronzetafeln, die im Aufriss das Leben des Gesellenpriesters Adolph Kolping zeigen.

Angestoßen hatte die Idee der Schrobenhausener Bildhauer Karlheinz Torge. Dieser hatte die Bronzetafeln für eine andere Kolpingfamilie erschaffen und uns im „kleinen Jubiläumsjahr 2016“ als Zweitguss angeboten. ´Wenn nicht jetzt, wann dann?´ dachte sich in der Vorstandschaft. Schließlich feierten wir 2016/2017 nicht nur das 160jährige Jubiläum, sondern auch 10 Jahre Partnerschaft mit den tschechischen Kolpinggeschwistern aus Velka Bites, 70 Jahre Kolpinghaus und nicht zuletzt 25 Jahre Seligsprechung Adolph Kolpings.

Im ersten Schritt hieß es, unsere Mitglieder überzeugen, denn für dieses Projekt mußte eine knapp 5stellige Summe gestemmt werden. Ein schlüssiger Finanzierungsplan musste her. Hier vertraute die Mitgliederversammlung dem Plan der Vorstandschaft und des „Arbeitskreis Stele“, die Summe rein durch Spenden, eigene Aktionen und Veranstaltungen innerhalb eines Jahres zu refinanzieren. Ein Griff in die Rücklagen des Vereins käme erst dann in Frage, wenn am Ende dieses Jahres ein Defizit zu Buche stünde. Um es vorwegzunehmen:  Wir haben es geschafft, noch vor Ende unseres ausgerufenen „Powerjahres“!

Als nächstes folgte die Suche nach einem geeigneten Standort, der schnell gefunden war - der neu angelegte Platz im Schatten der St.-Salvator-Kirche, in Sichtweite unseres Kolpinghauses. Um diesen realisieren zu können, begann ein Lauf durch die Behörden, vom städtischen Bauamt bis zur Unteren Denkmalschutzbehörde. Hier zeigte sich, welch guten Ruf wir uns als Kolpingfamilie im Lauf der Jahrzehnte erarbeitet haben: Alle Genehmigungen wurden ohne große bürokratischen Hindernisse erteilt. Karlheinz Torge selbst gab letztendlich dann auch den Anstoß für die Form des Denkmals: Eine Stele, an der sich die einzelnen Bronzetafeln in Form einer stilisierten Wendeltreppe hinaufschlängeln. „Das bewegte Leben Adolph Kolpings war ja auch alles andere als geradlinig, das soll dieses Kunstwerk auch ausdrücken“, so unsere Vorstellung. Der weitaus wichtigere Aspekt für uns was aber, Adolph Kolping und sein Werk in der Öffentlichkeit darzustellen.

„Adolph Kolping ist Teil der Kirche“, brachte Präses und Stadtpfarrer Josef Beyrer in seiner Ansprache zum Ausdruck. „Ohne ihn kann die Kirche nicht verstanden werden.“ Umringt von Kolpingbannern aus dem Bezirk Altbayern/Paargau, unseren eigenen Bannern sowie unserer Standarte, die eigens für diesen Anlass aus dem Stadtmuseum geliehen wurde (schließlich stammt diese aus den Händen Franz von Lenbachs), enthüllten unsere Ehrenmitglieder Hubert Haberer, Horst Knopf und Franz Mayer sen. die Stele und Präses Beyrer spendete den kirchlichen Segen. Als dann zum Ausklang die letzte Strophe von „´ s war einst ein braver Junggesell´“ erklang und die Aufforderung erging „Ihr Brüder, reichtet Euch die Hand. Ihr Schwestern, reichet Euch die Hand“, lief auch so manch altgedientem Kolpinger ein Schauer über den Rücken, denn alle Anwesenden reichten sich die Hand - Kolpinger und Nichtkolpinger, Jung und Alt. Während des anschließenden Umtrunks konnten die Anwesenden die Stele kennenlernen und Karlheinz Torge selbst ließ es sich nicht nehmen, sein Werk zu präsentieren.

Zum Ausklang des Vormittags ging es dann noch zum Weißwurst-Frühschoppen ins Kolpinghaus, wo bei bestem Wetter so manchem die Last der vergangenen Monate abfiel.


Höchste Kolping-Auszeichnung im Bistum Augsburg für Schrobenhausner              Ehrenamtliches Engagement von Franz Mayer gewürdigt

„Bei den Begegnungen mit den Partnerländern war er das Gesicht und die Stimme des Diözesanverbandes“, sagte Sonja Tomaschek, Diözesanvorsitzende des Kolpingwerkes in der Diözese Augsburg, über Franz Mayer bei der Verleihung des diözesanen Kolping-Ehrenzeichens am 15. Juni 2018 in Ohlstadt.

 Der 54-Jährige gehörte in den vergangenen Jahren dem Diözesanvorstand des Kolpingwerkes in der Diözese Augsburg an. Er trug damit nicht nur Verantwortung für die rund 13.000 Mitglieder in den 100 Kolpingsfamilien im Bistum Augsburg. In seinen Verantwortungsbereich gehörten die Partnerschaften mit den Kolping-Verbänden in Indien, Ungarn und Südafrika. In dieser Funktion war er auch Mitglieder im Stiftungsrat und im Vorstand der gemeinnützigen Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger. Bei Begegnungen, Veranstaltungen und in Vorträgen informierte Mayer über die Entwicklungshilfe Projekte der Partner und sensibilisierte für einen gerechten Umgang mit den Ressourcen unserer Erde bzw. eine gerechte Verteilung der Güter. Mayer war auch Mitglied im Vorstand des Kolping-Bildungswerkes in der Diözese Augsburg. Mit der Kolping Akademie, dem Hotel Alpenblick in Ohlstadt, der KurOase im Kloster in Bad Wörishofen, dem Management Centrum Schloss Lautrach und mit dem Kolping Hotel Family & Spar Resort in Alsópáhok (Ungarn) steht das Kolping-Bildungswerk mit seinen über 800 Beschäftigten für Bildung, Integration und Gesundheit. Mayer engagiert sich seit seiner Jugend in der Kolpingsfamilie Schrobenhausen, war deren erster Vorsitzender und leitet seit einigen Jahren als stellvertretender Vorsitzender die Geschicke des Kolpinghauses Schrobenhausen. Sonja Tomaschek verlieh Mayer das diözesane Ehrenzeichen im Rahmen der Mitgliederversammlung des Kolping-Bildungswerkes im Hotel Alpenblick in Ohlstadt und dankte ihm für sein Engagement. Tomaschek freute sich darüber, dass sich Mayer nach dem Ausscheiden aus dem Diözesanvorstand weiter für das Kolpinghaus und die Kolpingsfamilie in Schrobenhausen und in der Mitgliederversammlung des Kolping-Bildungswerk engagieren wird. Er gehört auch weiter dem Vorstand des Kolping-Hilfsfonds, eines Solidaritätszusammenschlusses von Kolpinghäusern, Jugendwohnheimen, Hotels und Bildungseinrichtungen, an. Für das Kolping-Bildungswerk dankte der 1. Vorsitzende Gebhard Kaiser, ehemaliger Landrat Ostallgäu, Mayer für sein Engagement.

Bildunterschrift: Sonja Tomaschek (zweite von links) überreicht mit Mechthild Gerbig (rechts) und Kolping-Diözesanpräses Domvikar Alois Zeller (links) an Franz Mayer aus Schrobenhausen (zweiter von rechts) für sein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement im Kolpingwerk das diözesane Ehrenzeichen als höchste Auszeichnung des Kolpingwerk Diözesanverband Augsburg.