Rückblick 2018


550,-- Euro für die Nepalhilfe Beilngries Spendenübergabe bei Kolping

Vor kurzem konnte der Männerabend der Kolpingfamilie die Nepalhilfe Beilngries zu einem Vortrag im Kolpinghaus begrüßen. Michael Rebele, Gründungsmitglied vor 26 Jahren und aktuell Schriftführer des Vereins, vermittelte in seiner PowerPoint-Präsentation einen eindrucksvollen Eindruck vom Land im Schatten des Himalaya, seinen Einwohnern und der Hilfe vor Ort. Gestartet mit einer ersten Spende von 3.000 DM zur Unterstützung einer Armenschule, hat es die Nepalhilfe im letzten Vierteljahrhundert auf eine Hilfsspendensumme von über 10 Mio. Euro gebracht, unterstützt von renommierten Alpinisten, einheimischen Künstlern und deren Netzwerken in Wirtschaft und Industrie. „Auch wenn euch Eure Spende momentan klein vorkommt, können wir davon doch einen Lehrer für gut vier Monate unterhalten“, so Rebele. Hans Schinagl und Thomas Fieger, die Organisatoren des Abends, sind sich aber sicher, dass dies nicht die letzte Spende war, die der Nepalhilfe zugutekommt. Im Bild (v. l.): Hermann Büchl (RSV Schrobenhausen), Christian Thumann, Michael Rebele (beide Nepalhilfe), Hans Schinagl und Thomas Fieger (beide Kolping).


750,-- Euro fürs Green House

Trotz der aktuell angespannten Situation beim Altpapierpreis lassen wir es uns nicht nehmen, weiterhin Spenden aus den Erlösen unserer Altmaterialsammlungen auszuschütten. Ein Spendenscheck über 750,-- € ging im Rahmen des Helferessens an das Schrobenhausener Jugendzentrum GreenHouse, vertreten durch Karin Nowak (derzeitige Vorsitzende des Trägervereins Jugendzentrum e.V.) und Franz Stoß vom GreenHouse, den „älteren Jugendlichen“ auch noch als ZOOM bekannt.

Bertram Hlawatsch dankte allen Helfern für Ihren Einsatz rund um die Sammlung, den Austrägern der Kleidersäcke, den Damen der Verpflegungscrew und hier besonders seiner Frau Christine, die am Vorabend der Sammlung noch einige Kuchen gebacken hatte, den Sammlern und den Koordinatoren am Sammelplatz und nicht zuletzt den Firmen, die wie in all den vergangenen Jahren Fahrzeuge unentgeltlich zur Verfügung stellten. Am wichtigsten aber sei immer wieder, dass am Ende des Tages Mensch und Maschine gesund und wohlbehalten zurückkämen! Barbara Fieger dankte Bertram Hlawatsch und Norbert Moser für die ganze Organisation und den -wie immer- reibungslosen Ablauf der Sammlung. Franz Stoß vom GreenHouse bedankte sich im Namen des Greenhouse für die Spende. Mit dem Geld können u. a. neue Spiele und Bastelmaterial angeschafft oder auch Aktionen wie das wöchentliche gemeinsame Freitagskochen und –essen, das für die Kinder und Jugendlichen kostenlos ist, unterstützt werden. Wer sich über das volle Aktionsspektrum des GreenHouse informieren wolle, den lud Stoß ein, jederzeit auf einen Kaffee im GreenHouse vorbeizukommen. 


„Die Menschen – Der größte Reichtum Südafrika“

Über die Osterfeiertage 2017 flogen Franz Mayer jun. (Diözesanbeauftragter „Eine Welt“ im DV Augsburg) und Karl Schneider (Südafrikabeauftragter im Fachausschuß „Eine Welt“) mit ihren Ehefrauen im Auftrag des DV nach Südafrika, besuchten die Partner der der Kolping Society of South Africa (KSA) und nahmen an der Nationalversammlung dort teil. Die Impressionen von dort hat Franz Mayer jun. in einen knapp eineinhalbstündigen Vortrag unter dem Titel „Die Menschen – der größte Reichtum Südafrikas“ gepackt, die er im Kolpinghaus mit knapp 30 Interessierten teilte.

„Mein Land ist reich an Erzen und Edelsteinen, die dicht unter seiner Oberfläche liegen, doch ich habe immer gewusst, dass ihr größter Reichtum in den Menschen liegt, die besser und wahrer sind als die edelsten Diamanten“, schreibt Nelson Mandela in seiner Autobiographie „Der lange Weg zur Freiheit“. Die Arbeitssituation der Erwachsenen und Jugendlichen (mehr als 50% Jugendarbeitslosig-keit) zeigte eine der Problematiken auf, die Südafrika auf dem Weg zur wirtschaftlichen Entwicklung hat. Dagegen steht das Berufsvorbereitungsprogramm WOP (Work Opportunity Programm). Das WOP ist ein 6monatiges Berufspraktikum für arbeitslose Jugendliche, um ihnen den Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern und ihr Selbstbewußtsein zu fördern. Am Beispiel der jungen Absolventin Madlaie, die sich als Konditorin selbständig machen konnte, zeigte er den Erfolg dieses Programms. Nach den Osterfeiertagen lernten die Vier die erste SPARK-Gruppe kennen. S steht für Sexual Health (Körperhygiene…), P für Potencial (eigene Fähigkeiten kennenlernen bzw. erarbeiten…), A steht für Awareness (Bewusstsein, Umgang mit Drogen, Alkohol, Kriminalität, …), R für Relationships (Beziehungen untereinander, in der Gruppe, in der Familie, im Freundeskreis) und K steht für Kolping und Kinder. 18 junge Frauen - größtenteils alleinerziehende Mütter, zum Teil unverheiratet oder häuslicher Gewalt ausgesetzt - mit mehreren Kindern unterschiedlicher Herkunft (Anreise bis zu 15 km) und unterschiedlichen Alters treffen sich wöchentlich für mehrere Stunden. Einige Frauen aus der Gruppe berichteten über ihr eigenes Schicksal und darüber, was sich für sie in den wenigen Wochen bei SPARK schon verändert hat. Sie erleben Gemeinschaft, erfahren Hilfe, lernen sich selbst neu kennen. Sie erwähnten ausdrücklich ihre Dankbarkeit für das Projekt, dass durch die Kolpingstiftung-Rudolf-Geiselberger aus Augsburg unterstützt wird. Mit dem Abspielen der weltweit wohl schönsten Nationalhymne von Südafrika schloß Mayer seinen kurzweiligen Reisebericht. Einen ausführlichen Reisebericht kann man in der Herbstausgabe 2017 des Kolping aktuell (https://www.yumpu.com/de/document/view/59629476/kolping-aktuell-2017-02-klein) nachlesen.


Kolpingsfamilie Schrobenhausen  beteiligt sich an Zukunftsprozess des Kolpingwerkes

In Augsburg haben rund 130 Teilnehmende eines Regionalforums über die Neuausrichtung und Öffnung des Kolpingwerkes Deutschland diskutiert. Auch die Kolpingsfamilie Schrobenhausen  war vertreten. „Der hohe Beteiligungsgrad freut mich sehr. Es war definitiv ein gewinnbringender Tag mit vielen tollen Impulsen“, resümierte eine Teilnehmerin.

Mit den bundesweit stattfindenden Regionalforen hat der 1850 gegründete Sozialverband ein interaktives Format entwickelt. Es ermöglicht allen interessierten Mitgliedern, im Rahmen eines vom Bundesvorstand angestoßenen Zukunftsprozesses zu Wort zu kommen. Die Veranstaltungen leiten dabei die zweite Phase des Erneuerungsprozesses „Kolping Upgrade... unser Weg in die Zukunft“ ein, der bereits im vergangenen Jahr mit einer Mitgliederumfrage gestartet war. Eine konkrete Marschrichtung für die zukünftige Verbandsentwicklung soll dann im Jahr 2020 durch die Bundesversammlung beschlossen werden.

Die ersten 15 von insgesamt 20 Regionalforen haben bereits tolle Ergebnisse geliefert. Auch in Augsburg brachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Erfahrungen und persönliche Meinungen unter reger Beteiligung in die Diskussion mit ein.

 

Hohe Beteiligung und Mut zur Veränderung

Um den gemeinsamen Austausch zu fördern, kamen während des Regionalforums vielfältige Methoden zum Einsatz: Während Einzelreflexionen konzentriert abliefen, wurde im Zuge von Gruppenarbeiten lebhaft diskutiert und meinungsfreudig auf Plakatwänden argumentiert. Nachdem einige Personen nach eigener Aussage eher skeptisch angereist waren, konnten so alle Teilnehmenden aktiv mitwirken und voller Begeisterung die Rückreise antreten. „Mir ist heute zum ersten Mal klargeworden, dass ich stolz bin, bei Kolping zu sein“, so ein Teilnehmer. Eine andere Stimme: „Wir konnten mitarbeiten, und nicht alles wurde – wie oft üblich – vorgesetzt.“

Einig waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aller Regionalforen dabei vor allem in einem Punkt: Auch wenn es Mut zu notwendigen Veränderungen braucht, wird das Kolpingwerk weiterhin Gesellschaft und Kirche aktiv mitgestalten. Der Zukunftsprozess wird gelingen, denn: „Kolping lebt!“


Besichtigung der Vorstadtkirche St. Salvator

Am 27.April 2018 lud die Kolpingfamilie Schrobenhausen alle Interessierten und besonders unsere Senioren zur Besichtigung der Vorstadtkirche St. Salvator und zum anschließenden gemütlichen Beisammensein mit Kaffee und Kuchen im Kolpinghaus ein.

Milli Nowak, unsere äußerst kompetente Kirchenführerin, übernahm dankenswerterweise sofort ehrenamtlich diese Aufgabe. In spannenden 75 Minuten erfuhren das gute Dutzend der teilnehmenden Gäste alles heimat- und kirchengeschichtlich Wissenswerte über die St. Salvator-Vorstadt und ihre "Christus salvator" geweihte Kirche. Mit der mehr als 1000-jährigen Geschichte der Schrobenhausener Vorstadt begann Frau Nowak ihre Ausführungen. Die Vorstadt erstreckt sich vor dem ehemaligen Obertor der mittelalterlichen Befestigungsmauer von Schrobenhausen, das Ende des 14. Jahrhunderts erbaut wurde. Bereits im 11. Jahrhundert wurde zum ersten Mal eine hölzerne Kapelle an diesem Ort erwähnt. 1435 gilt dann als Baubeginn von St. Salvator als steinernes gotisches Kirchlein. Die Vorstadt diente im Mittelalter schon als vorindustrieller Standort für die ersten Betriebe der Stadt Schrobenhausen. An der Paar wurde begonnen, Bier zu brauen, eine Papiermühle und Gerber nahmen dort ihre Tätigkeit auf. Auch die Gerichtsbarkeit vollendete auf dem Galgenfeld und anderen Vollstreckungsorten so manches Gaunerleben. Auch eine Vielzahl von Kriegen und Krankheiten, davon sei besonders die schwarze Pest erwähnt, ließen die Bevölkerung leiden. Nach diesem Einblick in die Heimatgeschichte der Vorstadt ging Frau Nowak im zweiten Teil ihrer Ausführungen auf die St. Salvatorkirche ein.

 

Ab 1660 begannen während der Wirkungszeit von Stadtpfarrer Johann Jakob Muggenthal umfangreiche Baumaßnahmen. Schlossermeister Legl schuf das schöne eiserne Gitter, das noch heute den Zugang zum Kirchenraum verschließt. Der gotische Satteldachturm wurde durch einen achteckigen barocken Aufsatz ersetzt, den wir immer noch bewundern. Im 18. Jahrhundert, während der Barockzeit, wurde der Innenraum zeitgemäß umgebaut. 1760 erschuf der fürstbischöfliche augsburgische Hofmaler Ignaz Baldauff aus Inchenhofen die beiden Fresken "Die Speisung der 5000" und "Christus am Teiche Bethesda". Ignaz Baldauff verewigte sich im ersten Fresko selbst und auch die Silhouette der Stadt Schrobenhausen. Den Baldachin-Hochaltar, die Seitenwangen des Kirchengestühls und die beiden Seitenaltäre erstellte der Schreinermeister Anton Johann Wiest, der auch an weiteren Kirchen im Schrobenhausener Raum tätig war.

Dies ist nur eine äußerst kurze Beschreibung in Stichpunkten, die dem Vortrag mit dem detaillierten Fachwissen von Milli Nowak in keiner Weise gerecht werden kann. Angehäuft mit so viel Informationen endete das Treffen gesellig bei Kaffee und Kuchen im Kolpinghaus.

An dieser Stelle nochmal ein herzliches "Danke schön" an Milli Nowak für ihre Bereitschaft, uns die St. Salvatorkirche näher zu bringen.


Segnung des Kolpingdenkmals - 10.06.2018

 

 

 

 

 

 

 

Am Sonntag, den 10. Juni 2018 seid Ihr alle herzlich eingeladen, die Segnung der Stele im Schatten der Vorstadtkirche St. Salvator mitzufeiern. Wir würden uns freuen, wenn wir diesen Tag in großer Zahl feiern können.


Ostereiersuchen mit der kolpingjugend

Auch dieses Jahr war das von der Kolpingjugend organisierte Ostereiersuche ein voller Erfolg.

An die 400 Kinder, Eltern und Großeltern waren am Ostermontag im Naturlehrpfad im Hagenauer Forst am Start.

Der Kleinkinderbereich hat sich wieder bewährt und am Waldcafé kehrten bei strahlendem Sonnenschein und wohligen Frühlingstemperaturen auch Radlfahrer und Wanderer ein, die unabhängig vom Ostereiertrubel ihre Runden drehten. Hier ein paar Impressionen:


Altmaterialsammlung, die 108.te

Blauer Himmel und Frühlingstemperaturen um die 15°C – ideale Rahmenbedingungen für die 108. Auflage unserer Altmaterialsammlung. Mit elf Fahrzeuge waren wir im gesamten Stadtgebiet unterwegs. Parallel dazu war der Papiercontainer am Kolpinghaus ebenfalls gut frequentiert („Da muss ich nichts zusammenbinden und bündeln“ (Zitat eines Spenders) ).


Warum haben Bäcker häufiger Arthrose als Metzger

5 Millionen Menschen sind in Deutschland von Arthrose betroffen. Im voll besetzten Kolpinghaus referierte Dr. Max Dienel, Facharzt für Innere Medizin, Geriatrie und Ernährungswissenschaftler zum Thema „Arthrose und Rückenschmerzen lindern durch Umstellung der Ernährung“. Bei Arthrose bilden sich die Knorpel zwischen den Gelenken zurück, bis die Knochen direkt aufeinander reiben, was zu Knochenverformungen und Gelenksentzündungen führen und sehr schmerzhaft sein kann. Die Schulmedizin sieht darin eine normale Altersbelastung und für die Degeneration keine Heilung. Lindern könne man durch Schonung, Schmerzmittel, Wärme oder auch Kälte, Krankengymnastik, Entspannung oder auch durch neue künstliche Gelenke.

Dr. Dienel erklärte die Arthrose, die übrigens zu 99 % auch für Rückenschmerzen verantwortlich ist, als rein ernährungsbedingte Krankheit, die nach 20-30 Jahren Fehlernährung erste Symptome zeigt. Sie ist zudem eine Folge von Übersäuerung im Körper. Er rät dazu, präventiv weitgehend industriell aufbereitete Kost zu vermeiden wie Zucker, Süßwaren und Softdrinks, Produkte aus Auszugsmehlen und alle raffinierten Fette, vor allem Margarine, Fritteuse-Fett und alle nicht kaltgepressten Öle. Vollwerternährung oder auch das Low-Carb-Konzept sei hilfreich, Arthrose-Schmerzen zu lindern oder bei leichter Arthrose gar beschwerdefrei zu werden. Die Prämisse lautet: Nahrung so natürlich wie möglich belassen und essen. 1/3 Frischkost, wozu auch Räucherlachs oder luftgetrockneter Speck gehöre, ist eine gesunde Basis. Empfehlenswert sind also naturbelassene Fette wie Butter, Schmalz, Speck, Nüsse und kalt gepresste Öle, Faserfleisch sowie viel frisches Obst und Gemüse, und ruhig auch mal die Wurzeln, die Blätter und Stängel davon probieren. Des Weiteren rät Dr. Dienel zu wenig Brot (und wenn, dann Vollkorn), Kartoffeln und dergleichen.

Arthrose bedingte Operationen könnten durch konsequente Nahrungsumstellung teilweise hinausgeschoben oder vermieden werden. Nach seinen Erfahrungen zeigten Patienten bereits nach wenigen Tagen gezielter Ernährung eine Besserung des gesundheitlichen Gesundheitszustands. Der Fachmann gibt noch mit auf den Weg, dass zwar Ernährung einen großen Teil ausmache, um Veränderung zu erreichen; regelmäßige, tägliche Bewegung, Sonnenlicht, psychische Gelassenheit und Gottvertrauen seien ebenfalls wichtig, um gesund zu bleiben oder Linderung zu erreichen.

Am Ende der Veranstaltung war der Arzt umringt von interessierten Menschen, denen er noch lange ihre ganz persönlichen Fragen beantwortete. Und warum haben nun Bäcker eher Arthrose als Metzger? Weil Bäcker mehr mit Getreide, Auszugsmehlen sowie Zucker arbeiten, Metzger hauptsächlich mit Fleisch und Fetten.

Brigitte Behrendt


Bezirksoasentag in Schrobenhausen - „Das ist es mir wert“

„Was ist mir etwas wert?“ Diese Frage stand im Mittelpunkt des diesjährigen Oasentags im Bezirk Altbayern/Paargau, der in Schrobenhausen stattfand. Dazu konnten Angelika Hartwig, Bezirksvorsitzende und Leitungsteammitglied der KF Schrobenhausen, sowie Angelika Hollwich und Helene Stegmair der Kommission Oasentage des DV Augsburg 27 Teilnehmer im Kolpinghaus begrüßen.

´Werte´ gibt es laut offizieller Darstellung an die 1.200 Stück, doch welche davon sind mir wichtig, am wichtigsten? Bei einer ersten Gruppenarbeit kamen Begriffe wie Frieden, Gerechtigkeit, Dankbarkeit, Zuneigung, Respekt, Gesundheit, Treue, Nächstenliebe, Verzeihung u.v.m. aufs Tapet. Im Verlauf des Tages war dann jeder Teilnehmer aufgerufen, zwei Werte auszuwählen und für sich zu prüfen, in welchen Lebensbereichen diese Werte für ihn wichtig sind, bei welchen Entscheidungen sie ihn beeinflusst haben bzw. an welchen Werten schon gezweifelt wurde.

Wie sich Werte wandeln können, erfuhr auch Adolph Kolping hautnah. Mit der Industrialisierung in Deutschland verloren traditionelles Handwerk und die Zugehörigkeit zu seiner Zunft an Wert; Wirtschaft, Wachstum, Kapital waren die neuen Werte, die zählten. Anhand eines musikalischen Ausschnitts aus dem Musical „Kolpings Traum“ wurde dies deutlich: „Geld regiert die Welt“. Mit der Digitalisierung geht heute ein ähnlicher Wertewandel einher. Daher ist es wichtig, sich die eigenen Werte bewusst zu machen, sie zu vertreten, aber auch offen in den Austausch mit Anderen zu treten: Denn meine Werte sind nicht automatisch dieselben Werte des Anderen.

Für jeden Teilnehmer gab es dann noch einen Wanderstab, durch den ein Loch gebohrt ist. Durch dieses Loch wurden bunte Wollfäden gezogen, die die Vielfalt der Werte symbolisieren soll, die uns auf unserem Lebensweg begleiten. Der Wanderstab sinnbildlich die Stütze auf dem Weg. Zusätzlich sollte jeder Teilnehmer noch sein persönliches Kolpingzitat auswählen, aufschreiben und an seinem Stab befestigen.

Da Diözesanpräses Alois Zeller leider verhindert war, feierte Schrobenhausens Kolpingpräses und Stadtpfarrer Josef Beyrer mit den Teilnehmern die Heilige Messe im Saal des Kolpinghauses. Musikalisch wurde diese umrahmt von Agathe Mayer (Gitarre) und Angelika Hollwich (Klarinette). Anschließend ließen die Teilnehmer den Oasentag beim gemeinsamen Mittagessen ausklingen.


Hudlhub spielt Wohnzimmerkonzert im Kolpinghaus

Eines gleich vorweg: Die angekündigten 23 Tänzerinnen waren diesmal wieder nicht da. Aber das war auch gut so, schließlich hätten sie im bis auf den letzten Platz gefüllten Kolpinghaus-„Wohnzimmer“ eh keinen Platz gefunden, ihre Künste darzubieten. Den richtigen Platz dagegen hatte das Liedermachertrio Hudlhub, das eben in besagtem „Wohnzimmer“ ein mitreißendes Konzert gab. Trotz grippebedingter Terminverschiebung blieben die allermeisten der 75 Karten in Besitz ihrer Käufer, und die wenigen zurückgegeben Karten waren schnell an den Mann bzw. an die Frau gebracht. Wer nicht da war, hat an diesem Abend definitiv etwas verpaßt. Mit ihrem Programm „Nur ned hudln“ und einigen neuen Liedern im Gepäck sowie den leuchtend gelben Sonnenblumen zogen Barbara Seitle, Sabine Beck und Mathias Petry ihre Zuhörer spätestens beim zweiten Lied in Ihren Bann. Was aber ist Hudlhub? Nur ein fiktiver bayerischer Ort, an dem der Himmel noch weiß-blau ist, wo Feuerwehr und Schützenverein das Vereinsleben ausmachen, wo das Wirtshaus noch gleich neben dem Gotteshaus zu finden ist und wo der Löscheinsatz in der Sakristei beinahe schiefgeht, weil ein ortsansässiger Politiker just in dem Moment seine geheime Brauanlage im Keller anwirft und der Feuerwehr damit buchstäblich das Wasser abdreht? Nein, Hudlhub ist ein Lebensgefühl, manchmal nachdenklich, manchmal skurril, oft komisch, aber immer menschlich. Komisch dann, wenn der Hudlhubber Dorfphilosoph Matthias Kronleichter (1726-1754) zitiert wird („Die Macht der Presse spüren vor allem die Hymbeeren“), skurril, wenn etwa Donald Trump ins Spiel kommt oder ´Harry, der Haring´ besungen wird. Hudlhub ist aber auch und vor allem mitreißende handgemachte Musik, die mit erstaunlich wenigen Mittel auskommt: Mathias Petry an der Gitarre und Ausflügen zur Bach-Trompete. Sabine Beck an ihren Percussions, denen sie immer wieder wohldosierte Sphärenklänge entlockt; dazu die Stimme von Barbara Seitle: warm, einfühlsam, kraftvoll und mit Verführungspotenzial, besonders wenn sie von der „Elfenbeinprinzessin“ singt, die in der Vollmondnacht Jagd auf fesche Burschen macht: „Und sie hat no jedn deppert gmacht“. War das Publikum anfangs noch geteilt in „Erst- und Wiederholungstäter“, so konnten Veranstalter und Band am Ende des Tages sicher sein, dass die Zahl der „Wiederholungstäter“ gestiegen ist. Und auch die Kolpingfamilie durfte sich freuen: Ihr Spendenaufruf zugunsten eines Sanitärprojekts des Kolping-Nationalverbands Indien erbrachte an diesem Abend über 80,-- €.

Stefan Mayer

Kolpingfamilie SOB


Kolping Rundschreiben 2018

Das erste Rundschreiben im Jahr 2018 finden Sie hier...


Kolping stimmt auf die Fastenzeit ein

Als Einstimmung in die Fastenzeit findet am Sonntag, den 18. Februar ein Oasen- und Besinnungstag im Kolpinghaus an der Gerolsbacher Straße statt. Unter dem Motto „Das ist es mir wert“ laden die Arbeitsgruppe Oasentage des Kolping-Diözesan-verbands Augsburg sowie der Bezirksverband Altbayern-Paargau zum Nachdenken über Werte ein. In den letzten Monaten wird nicht nur in Medien und sozialen Netz-werken wieder vermehrt über Werte gesprochen, Wertewandel, Werteverlust, Wertekonflikte… Doch was ist uns/ist mir persönlich tatsächlich etwas wert? Was macht den Wert aus? Beginn ist um 9:00 Uhr, Ende gegen 13:00 Uhr. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum gemeinsamen Mittagessen.

Die Teilnahme ist kostenfrei, lediglich das Mittagessen ist selbst zu tragen. Anmeldungen nimmt Angelika Hartwig unter tel. (08253) 7164 oder per Email unter a.k.hartwig@gmx.net entgegen. Anmeldeschluss ist Montag, der 5. Februar. Mitglieder und Freunde der Kolpingfamilie sowie alle Interessierten und Gäste sind herzlich eingeladen.


Kolpinggedenktag mehr als nur Jahresabschluss

Diözesanpräses Zeller ehrt Präses Beyrer

 

Dass ein Diözesanpräses den Kolpinggedenktag einer Kolpingfamilie besucht, kommt nicht alle Tage vor. Es gab jedoch gleich zwei gute Gründe für Diözesanpräses Alois Zeller, dieses Mal nach Schrobenhausen zu kommen. Zum einen übernahm er die Ehrung von Präses Josef Beyrer zu seinem 25jährigen Mitgliedsjubiläum, zum anderen nahm er einen Spendenscheck über 750,-- EUR für das Projekt „Jugendwohnen im Kolpinghaus Augsburg“ entgegen. Die mitangedachte Konzelebration des Familiengottesdiensts entfiel allerdings aufgrund einer Vollsperrung auf der Autobahn. Auf ihn und die rund 110 Anwesenden wartete ein kurzweiliger und unterhaltsamer Familiennachmittag. Zu Beginn stellten Daniela Dörfler und Thomas Fieger die ersten Ergebnisse des BuB-Prozesses vor, die die Vorstandschaft im letzten Jahr erarbeitet hat, und mit dem wir unsere Kolpingfamilie zukunftssicher aufstellen wollen. Dieser BuB-Prozess, in den alle Mitglieder eingebunden werden, soll ab 2018 schrittweise umgesetzt werden. Da paßte es gut ins Bild, dass mit Lena Hartwig gleich ein neues Mitglied begrüßt werden konnte. Anschließend übernahm Präses Beyrer die Ehrung langjähriger Mitglieder. Er dankte allen für ihren Einsatz das ganze Jahr hindurch in einer Zeit, in der langfristiges Engagement nicht mehr selbstverständlich ist.

Diözesanpräses Zeller stellte in seiner kleinen Laudatio für Präses Beyrer heraus, dass es im gesamten Kolpingverband nicht mehr selbstverständlich sei, dass jede Kolpingfamilie ihren Präses habe. Dort, wo sich kein Geistlicher für dieses Amt findet, übernähmen stattdessen Laien die geistliche Begleitung.

Danach gehörte die Bühne den Jugendlichen. Unter der Leitung von Anna Mayer und Tobias Behrendt brachten sie mit „Wir tricksen euch aus“ dieses Jahr keine klassisch-moderne Weihnachtsgeschichte auf die Bühne, sondern ein Spiel mit wechselnden Sprechchören, in dem sie ein buntes und teilweise widersprüchliches Bild zeichnen, was Kinder so denken, fühlen, wollen und tun. Nicht selten ertappten sich dabei Eltern und Geschwister im Publikum beim zustimmenden Kopfnicken. Mit ihrer Spielfreude sorgten die Jugendlichen trotz des kritischen Untertons des Stücks für viele Lacher und ernteten verdient lang anhaltenden Applaus.

 


Hudlhub-Konzert verschoben auf 23. Februar

Das Wohnzimmerkonzert mit Hudlhub am 26. Januar musste wegen Erkrankung von 2/3 der Band leider kurzfristig ausfallen. So kurzfristig, dass wir es zwar noch in der Schrobenhausener Zeitung platzieren konnten (Danke hier an Mathias Petry), aber auf unsere Homepage hat es die Nachricht nicht mehr rechtzeitig geschafft. Dafür bitten wir um Entschuldigung, sollte es für den ein oder anderen zu Unannehmlichkeiten gekommen sein.

 

Wir konnten allerdings auch einen neuen Termin festmachen:

 

Freitag, den 23. Februar 2018 - Beginn 20:00 Uhr

 

Alle bereits gekauften Karten behalten natürlich ihre Gültigkeit.

Die wenigen zurückgegebenen Karten können bei Stefan Mayer unter kolpingfamilie@gmx.de erworben werden, oder (sofern dann noch erhältlich) an der Abendkasse.
Stückpreis unverändert 15,--€/Karte.